Pärnu Yacht ClubUrheber des Bildes: Viktor Tund, Visit Pärnu / Pärnu Yacht Club

Segeln nach Estland – erkunden Sie die einladenden kleinen Yachthäfen des Landes

Mit über 3.000 Kilometern Küstenlinie und mehr als 2.000 Inseln ist Estland ein echtes Paradies für Segler.

Visit Estonia

Reisen Sie mit dem Flugzeug an, mieten Sie vor Ort ein Boot oder unternehmen Sie einen Tagesausflug aufs Meer. Alternativ segeln Sie mit Ihrem eigenen Schiff nach Estland und entlang der Küste. So oder so erwarten Sie zahlreiche kleine Häfen und Marinas, in denen Sie gemütliche Unterkünfte, gutes Essen und spannende Orte zum Entdecken finden.

 

Die Seefahrt hat in Estland eine lange, glanzvolle Tradition.
So glanzvoll, dass Ernest Hemingway sie in seinem Roman To Have and Have Not erwähnte: „Kein gut geführter Yachthafen in südlichen Gewässern ist vollständig ohne mindestens zwei sonnenverbrannte, salzgebleichte Esten.“

In diesem Sinne: Lichten Sie den Anker und schippern Sie los!

Kurze Fakten über Estland und das Meer

Länge der estnischen Küstenlinie, einschließlich der Inseln

Fast 3.800 Kilometer

Anzahl der estnischen Inseln

2.317

Fläche des estnischen Meeresgebiets

36.622 km²

Gesamtlänge der Binnenwasserstraßen

Über 600 Kilometer

Anzahl der in Estland registrierten kleinen Wasserfahrzeuge, Segelboote und Boote

35.000

Gesamtzahl der Häfen

241 Häfen mit etwa 3.500 Liegeplätzen für kleine Wasserfahrzeuge

Praktische Informationen

Lage

Estland ist Mitglied der Europäischen Union und des Schengen-Raums – die Einreise aus anderen EU-Ländern verläuft unkompliziert. Kontaktieren Sie vor Ihrer Ankunft einfach den Hafenmeister per Mobiltelefon oder VHF. Im staatlichen Hafenregister finden Sie die Kontaktdaten aller registrierten Häfen.

Von Nachbarländern wie Finnland oder Schweden aus erreichen Sie estnische Häfen oft schon innerhalb weniger Stunden. Die kürzeste Route von Estlands Nordküste über den Finnischen Meerbusen nach Finnland beträgt nur 25 Seemeilen.

Navigationskarten finden Sie auf der Website der Verkehrsverwaltung.

Klima

Die durchschnittliche Temperatur im östlichen Ostseeraum liegt im Januar bei etwa –6 °C und im Juli bei rund 17 °C. Lassen Sie sich davon nicht täuschen – Sonnenschutz gehört trotzdem ins Gepäck.

Das maritime Klima sorgt das ganze Jahr über für eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. Im Herbst und Winter ist die Luft feuchter, während das Frühjahr meist trocken und klar ist. Im Mai und Juni ist die Luftfeuchtigkeit am niedrigsten und sinkt im Golf von Riga auf etwa 70 %.

Hier können Sie die aktuellen Wetterbedingungen überprüfen.

Winde, Strömungen und Gezeiten

Im Frühling und Sommer entsteht durch den Temperaturunterschied zwischen Land und Meer häufig ein lokaler Wind: tagsüber auflandig, nachts ablandig.

In der Ostsee gibt es kaum dauerhafte Strömungen – der Wind ist die entscheidende Antriebskraft. Gezeiten spielen nur eine geringe Rolle: Der Wasserspiegel schwankt meist 

Sommersegeltour nach Estland

Urheber des Bildes: Kairi Tähe, Prangli Island

Navigation und zugehörige Informationen

Nutimeri ist eine interaktive Karte, die in Echtzeit Schiffspositionen, Navigationszeichen und virtuelle Markierungen anzeigt. Sie basiert auf AIS-Daten aus dem hydrographischen Informationssystem der estnischen Verkehrsverwaltung, der Datenbank der Navigationshilfen sowie dem staatlichen Hafenregister.

Die estnische Verkehrsverwaltung veröffentlicht monatlich Segelanweisungen, die als PDFs auf der Website verfügbar sind.

Darüber hinaus stellt die Verkehrsverwaltung eine Datenbank mit Navigationshilfen und nautischen Warnmeldungen bereit.

Eine interaktive Karte der estnischen Häfen zeigt außerdem, welche Dienstleistungen in den einzelnen Häfen verfügbar sind.

Segelboote im Yachthafen auf der Insel Kihnu

Urheber des Bildes: Priidu Saart, Kihnu Island

Kleine Häfen rund um Tallinn

Westlich von Tallinn

In Haapsalu erwartet Sie die Grand Holm Marina mit Unterkunft und Restaurant. Wenn Sie nicht an Bord übernachten können, aber dennoch das Gefühl behalten möchten, auf dem Wasser zu sein, sind die schwimmenden Häuser der Marina eine besondere Alternative.

In der Nähe der Dirhami Marina können Sie in einem Gästehaus übernachten und im Dirhami Fish Café einkehren. Ein Dorfladen versorgt Sie mit allem Nötigen. Von hier aus bietet sich außerdem ein Tagesausflug nach Osmussaar an – eine kleine Insel, die einst von estnischen Küstenschweden bewohnt wurde.

Östlich von Tallinn

Von der Kaberneeme Marina starten verschiedene Touren, darunter auch Ausflüge zur Robbenbeobachtung auf den umliegenden Inseln. Anschließend lohnt sich ein Besuch im Restaurant Kabe Beach.

Der Hafen Hara ist ein vielseitiger Ausgangspunkt für Segler, Fischer und Urlauber. Neben Restaurant und Sauna erwarten Sie Wanderwege sowie Kajak- und SUP-Verleih. Eine der Hauptattraktionen der Gegend ist eine alte U-Boot-Basis.

Eine Frau trinkgt auf dem Steg des U-Boot-Hafens Hara einen Kaffee

Urheber des Bildes: Hans Markus Antson, Visit Estonia

Was man im Hara-Hafen im Lahemaa-Nationalpark sehen und unternehmen kann

Segeln nach Nordostestland

Landkreis Lääne-Viru

Der Hafen Eisma ist ein privater Hafen mit etwa 27 Liegeplätzen und einer Slipanlage. Fahrräder können vor Ort ausgeliehen werden. Zusätzlich stehen ein Sportplatz für Tennis und/oder Basketball, ein Grillset sowie eine voll ausgestattete Küche zur Verfügung.

Der Hafen Võsu liegt am südlichen Ufer der Käsmu-Bucht im Gebiet des Lahemaa-Nationalparks und ist vor allem für kleinere Wasserfahrzeuge und seefahrende Besucher gedacht. Die Wassertiefe am Kai beträgt bis zu 1,5 Meter, und Boote bis etwa 10 Meter Länge können hier anlegen. In der Sommersaison wird Võsu dank seines beliebten Strandes und der Restaurants besonders lebendig.

Der Hafen Vergi ist ein gemütlicher Hafen im gleichnamigen Dorf und dient lokalen Fischern, kleinen Bootsbesitzern und Besuchern. Genießen Sie die ruhige Küstenlandschaft, spazieren Sie am Meer entlang und erleben Sie das authentische Leben eines Küstendorfs. Verweilen Sie bei einer Mahlzeit im Wirkes und übernachten Sie im kleinen Hotel des Hafens.

 

Ein Paar vor einigen Booten im kleinen Hafen von Vergi

Urheber des Bildes: Toomas Tuul, Visit Estonia

Landkreis Ida-Viru

Der Hafen Toila liegt an der Mündung des Flusses Pühajõgi, wo er in die sandige Küste der Ostsee übergeht. Drei Liegeplätze mit einer Gesamtlänge von 180 Metern stehen zur Verfügung. Vor Ort befinden sich das Restaurant Toila Mereresto sowie Angebote wie die virtuelle Zeitreise „VR Toila 1938“ und der Oru-Park. Übernachten können Sie im Toila SPA Hotel.

Die Marina Purtse liegt an der Mündung des gleichnamigen Flusses im Landkreis Ida-Viru. Sie verfügt über 18 Liegeplätze für Boote bis zu 40 Fuß sowie über eine Slipanlage. In der Nähe liegt der malerische Strand Liimala. Rund um die Marina finden Sie mehrere Sehenswürdigkeiten, darunter das Restaurant Tulivee, ein Schmuggelmuseum und ein Konzertzentrum. Für längere Aufenthalte bietet die Tulivee Villa Platz für bis zu 50 Personen.

Der Hafen Narva-Jõesuu ist ein strategisch gelegener Hafen an der Südküste des Finnischen Meerbusens und zugleich die letzte Marina Estlands. Er liegt am Grenzfluss Narva, die Navigationssaison dauert vom 1. Mai bis zum 30. September. Da die Grenze zwischen Estland und Russland durch den Fluss verläuft, gehören ein Grenzübergang und eine Passkontrolle zum Hafenbetrieb. Boote bis 24 Meter Länge und 2,2 Meter Tiefgang können hier anlegen. Es stehen 10 Liegeplätze für Gäste zur Verfügung.

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten auf Ihrem Törn durch Estlands Nordosten

Kleine Marinas in und um Pärnu

Wenn man an das Segeln in Estland denkt, fällt vielen zuerst Pärnu ein – und das aus gutem Grund.

Der Pärnu Yacht Club ist ein historischer Treffpunkt direkt an der Mündung des Flusses Pärnu. Mit 220 Liegeplätzen – davon 30 für Gastyachten – gehört die Marina zu den größten des Landes. Zudem finden hier regelmäßig Segelregatten von internationalem Niveau statt.

Mitten im Zentrum von Pärnu liegt die kleinere Marina Kaatrikodu. Sie bietet Platz für 32 kleine Boote und 8 Jetskis. Kaatrikodu besteht aus einem modernen schwimmenden Betonsteg, dessen Liegeplätze mit beweglichen Auslegern ausgestattet sind – für sicheren und komfortablen Zugang zu den Booten. Der Hafen ist durch ein Tor gesichert, und Überwachungskameras decken das Gelände rund um die Uhr ab.

Kleiner Yachthafen in der Stadt Pärnu, Estland

Urheber des Bildes: Visit Pärnu, Kaatrikodu

Hafen Lindi

Diese Marina bietet Besuchern eine authentische Küstendorfatmosphäre und bildet das Herz der lokalen Gemeinschaft.

Hafen Munalaiu

Der Hafen von Munalaiu verbindet das Festland mit den Inseln Kihnu und Manija und ist damit ein unverzichtbares Tor zur Inselwelt.

Hafen Võiste

Der Hafen Võiste ist bekannt für seine Fischerdorfatmosphäre und seine jährlichen Veranstaltungen. Er liegt in der Nähe des Wanderweges Via Baltica.

Hafen Varbla

Der Hafen Varbla ist sehr modern, was ihn mittlerweile zu einem eigenen Reiseziel gemacht hat.

Segeln zu Estlands größten Inseln

Saaremaa

Die Kõiguste Marina ist ein ruhiger und landschaftlich reizvoller Zwischenstopp an der Südküste von Saaremaa. In der Nähe können Sie im Asva Viking Village Adventure Park für einen Adrenalinkick sorgen.

Orissaare liegt am Zugang zu Saaremaa auf der kleinen Insel Illiku, nur 700 Meter vom Ortszentrum entfernt, und bietet Ankerplätze für Segler aus nah und fern. Die Gegend ist ein wahres Mekka für kreative Köpfe – beim Spazieren entdecken Sie Kunstprojekte und originelle Recyclingideen, und jeden Sommer findet hier das beliebte Musikfestival I Land Sound statt.

Der Yachthafen Kuressaare liegt direkt neben dem Schloss – so nah, dass Sie Ihre Yacht praktisch im Hinterhof anlegen können. Spazieren Sie entlang der historischen Promenade und erreichen Sie die schönsten Erlebnisse der Stadt in nur wenigen Minuten.

Segelboote bei der Insel Saaremaa

Urheber des Bildes: Kristina Mägi, Visit Saaremaa

Was kann man rund um den Yachthafen von Kuressaare auf Saaremaa unternehmen?

Hiiumaa

Auf der Insel Hiiumaa gibt es mehrere Häfen.

Die Kärdla Marina verfügt über 88 Liegeplätze und 15 Stellplätze für Wohnmobile. Zwei Restaurants direkt am Meer sorgen für Ihr leibliches Wohl, während Sommerveranstaltungen zusätzliche Abwechslung bieten.

Der Hafen Orjaku liegt in der Nähe der Käina-Bucht und des Landschaftsschutzgebiets Kassari. Er ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Vogelbeobachter, die die Aussicht vom nahegelegenen Aussichtsturm genießen. Das Restaurant iiUmekk ist im Sommer ein beliebter Treffpunkt direkt am Hafen und setzt auf lokale, saisonale Zutaten – die Lage lädt zum Verweilen ein.

Weitere Segelziele auf Hiiumaa

Kalana ist die neueste Marina der Insel und zugleich ihr westlichster Hafen. Neben der schönen Lage am Meer und hochwertigen Dienstleistungen bildet das Restaurant Kalana ÄÄR das Herz der Anlage.

Roograhu liegt an der Nordküste, etwa 600 Meter vom Flughafen Kärdla entfernt. Der Hafen bietet 15 Liegeplätze bei einer Tiefe von 1,6 bis 2,5 Metern. Ein modernes Servicegebäude mit ganzjährig geöffnetem Restaurant und Hotel gehört ebenfalls dazu. Übernachten können Sie außerdem im Hundi Holiday Home mit Spa-Bereich.

Der Hafen Heltermaa ist in drei Bereiche unterteilt: einen Fährhafen, einen Handelshafen und einen Hafen für kleine Wasserfahrzeuge. In unmittelbarer Nähe befinden sich ein Hostel, ein Bar-Bistro und ein Handwerksladen.

Der Yachthafen Sõru ist ein bekannter Veranstaltungsort für größere Events. Seit Jahren ist das Sõru Jazz Festival das Highlight des Sommers und zieht rund tausend Besucher über Land und See an. Zum Gelände gehören außerdem das historische dreimastige Segelschiff Alar, das Sõru-Museum, eine Hafenkneipe, ein Hafenhaus, ein Strand sowie ein Campingbereich.

Neben Slipanlage, Abwasserentsorgung, Wasser und Strom stehen Gästen Duschen zur Verfügung, und Fahrräder können ausgeliehen werden. Vom Hafen aus verbindet eine Fähre Hiiumaa mit der Nachbarinsel Saaremaa und erreicht dort den Hafen Triigi.

Sonnenuntergang in einem kleinen Yachthafen auf der Insel Hiiumaa

Urheber des Bildes: Restaurant Kalana ÄÄR

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten rund um die kleinen Häfen von Hiiumaa

Segeln zu Estlands kleinen Inseln

Leuchttürme, lokale Museen, UNESCO-gelistetes Kulturerbe und vieles mehr erwarten Sie auf Estlands kleinen Inseln.

Die Marina Ruhnu ist das Tor zu einer kleinen Insel mit rund 180 Einwohnern. Zur Infrastruktur gehören ein Flughafen, eine Arztpraxis, eine Post, Unterkünfte und zwei Geschäfte. Sehenswert sind die alte Holzkirche, der Leuchtturm und das lokale Museum.

Der Hafen Lõunaranna auf Muhu ist ein gemütlicher, gepflegter Hafen. Hier befindet sich eines der beliebtesten Restaurants der Insel – im Sommer empfiehlt sich eine Reservierung im Voraus, was auf den Inseln sonst eher unüblich ist. Das Muhu-Museum bietet einen tieferen Einblick in die Geschichte der Insel. Alternativ können Sie die Straußenfarm besuchen.

Der Hafen Sviby auf Vormsi ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen auf dem Rumpo-Pfad, Fahrradtouren über die Insel oder einen Besuch im Bauernmuseum.

Der Hafen Kihnu schließlich ist das Tor zum UNESCO-gelisteten Kulturerbe der Insel. Hier endet klassischer Tourismus – und eine kulturelle Entdeckungsreise beginnt.

Fähre und Jachthafen der Insel Kihnu

Urheber des Bildes: Viktor Tund, Visit Pärnu

Aktivitäten in und um den Hafen von Kihnu

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