Ausstellung „Metamorphosen. Macht. Gewalt. Geschlecht“
Die Mythensammlung „Metamorphosen“ des antiken römischen Dichters Ovid wird als Bibel der Künstler bezeichnet, da die Geschichten über Machtspiele der Götter, Liebesgeschichten und physische Verwandlungen über Jahrhunderte hinweg zahlreiche Künstler inspiriert haben. Die Ausstellung im Kunstmuseum Kadriorg präsentiert eine Auswahl von Kunstwerken aus estnischen, tschechischen, französischen und schwedischen Museen sowie seltene historische Bände aus Bibliotheken, die auf diesen bekannten Mythen basieren.
Viele der in den „Metamorphosen“ überlieferten Mythen handeln in unterschiedlicher Weise von Macht und Gewalt. So erzählt auch die Szene der Deckenmalerei im Hauptsaal des Schlosses Katharinental, die die Geschichte der Göttin Diana und des Jägers Actaeon darstellt, von Machtverhältnissen und der Bestrafung jener, die sich gegen göttliche Autorität stellen. Die Ausstellung setzt das großformatige Deckengemälde, das als Allegorie auf den Nordischen Krieg interpretiert wird, in einen breiteren Kontext der Hofkultur des 18. Jahrhunderts und der europäischen Kulturgeschichte. Zudem wird untersucht, wie Herrscher und Interessengruppen Europas im 17. und 18. Jahrhundert Ovids Werk und die Biografie des Dichters für ideologische Zwecke nutzten.
Datum
10. oct 2026 - 14. feb 2027
Standort
Kadrioru kunstimuuseum - A. Weizenbergi tn 37, Kesklinna linnaosa, Tallinn, Harju maakond
Telefon
+372 602 6400





